Auf dem Gelände der zwischen 1719 und 1721 errichteten
Königlich-Preußischen Saline befindet sich heute das Technische
Halloren- und Salinemuseum Halle. Hier wird die Siedesalzgewinnung
als der einst bedeutendste Gewerbezweig der Saalestadt umfassend
dokumentiert. 1964 wurde die Produktion der Salzgewinnung
eingestellt.
Die Ausstellung im Uhrenhaus veranschaulicht die Geschichte
der beiden halleschen Salinen und die Kulturgeschichte der
halleschen Salzwirker - der sogenannten Halloren.
Im Siedehaus befindet sich noch eine funktionstüchtige Siede-
und Trockenpfanne mit Förderband und Abfülleinrichtung. Damit wird
die Salzgewinnung von der Sole bis hin zum abgepackten Salz
erlebbar. Beim Schausieden - nur zu bestimmten Terminen
durchgeführt - kann der Besucher die Salzproduktion unmittelbar
erleben.
Weitere Informationen erhalten Sie hier:
Technisches Halloren- und Salinemuseum
Mansfelder Straße 52
06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345 2093230
Fax: 0345 20932311
Salzgewinnung und -nutzung
Technisches Halloren- und Salinemuseum in Halle

Gradierwerk Bad Dürrenberg (Saalekreis)

1763 wurde die Bad Dürrenberger Solequelle erschlossen. Ca. 80
Jahre später wurde die Sole für Heilzwecke genutzt und die
Solebad-Einrichtungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im
Jahr 1846 erfolgte somit die Gründung des Solbades Dürrenberg.
Die Aufgabe eines Gradierwerkes besteht in der Erhöhung der
Kochsalz-Konzentration der Sole. Bei dem Bad Dürrenberger
Gradierwerk handelt es sich um ein einzigartiges technisches
Denkmal. Es ist mit rund 900 Metern das längste zusammenhängende
Gradierwerk in Europa. Das Gradierwerk wurde ab 1763 erbaut und
1812/1813 erweitert.
Wie funktioniert ein Gradierwerk?
Eine Balkenkonstruktion als tragendes Element
bildet das Grundgerüst des Bauwerkes. In dieses Gerüst werden
Schwarzdornbündel eingearbeitet. Mit Hilfe von Pumpen wird die Sole
auf den Dornenwänden des Gradierwerkes verteilt. Beim Herabrieseln
der Sole erfolgt durch den Schwarzdorn eine beträchtliche
Oberflächenvergrößerung. Dadurch wird das Verdunsten des Wassers
begünstigt. Wärme, trockener Wind und Sonneneinstrahlung verstärken
diesen Effekt.
Neben der Konzentrationserhöhung wird die Sole gleichzeitig
gereinigt, indem sich Verunreinigungen als schwerlösliche
Bestandteile, wie Karbonate und Sulfate, an den Dornen absetzen. Es
entsteht Dornstein.
Beim Verdunsten des Wassers gelangen geringe Mengen an
Salzteilchen in die Luft, der so genannte "Gradierverlust". In
unmittelbarer Nähe des Gradierwerkes bildet diese angereicherte
Luft die Voraussetzung für medizinische Anwendung, besonders der
Freiluft-Inhalation.
Die Entdeckung und Nutzbarmachung der Solequelle wird jedes
Jahr auf dem Brunnenfest im Juni gewürdigt (2007 zum 244. Mal) - u.
a. mit einem großen Festumzug durch das Stadtgebiet.
Weitere Informationen erhalten Sie hier:
Tourist-Information Bad Dürrenberg
Witzlebenweg 7 a
06231 Bad Dürrenberg
Tel.: 03462 19433
Fax: 03462 83992
E-Mail:
tourist@badduerrenberg.de
Internet:
www.tourist.badduerrenberg.de;
www.stadt-bad-duerrenberg.de











