Mit ihren drei Bergfrieden, Ringmauern und nachmittelalterlichen Befestigungen ist die Burg der Edlen Herren von Querfurt eine der ältesten und größten Feudalburgen Deutschlands. Die Burg ist von ihrer Grundfläche her sogar siebenmal größer als die Wartburg.
Archäologische Spuren verweisen auf eine Besiedlung seit dem 8. Jahrhundert. Steinerne Bauten lassen sich seit dem 10. Jahrhundert nachweisen. Erhalten blieben davon Teile der Ringmauer. Die heutige Anlage wird geprägt durch den umfassenden romanischen Ausbau im 12. und 13. Jahrhundert. Es entstanden der Bergfried "Dicker Heinrich", der Palas (später Fürstenhaus), der "Marterturm" als Wohnturm und ein Wohntrakt am Ort des heutigen Brauhauses.
Das bedeutendste Kunstwerk in der Burganlage stellt das Grabmal für Gebhard XIV. von Querfurt dar, ein Meisterwerk der böhmisch geprägten Skulptur des späten 14. Jahrhunderts. Im Westen der Kernburg steht der "Dicke Heinrich", an der Südseite der "Marterturm". Im 14. Jahrhundert wurde an der Burgkirche eine Grabkapelle angebaut. Anfang des 18. Jahrhunderts folgte im Inneren der Kirche eine barocke Umgestaltung.














